Diesmal kommen die News leider etwas später als gewohnt, da der audioads Server heute Abend Wartungsarbeiten hatte. Dafür habe ich aber die Zeit genutzt und die Shownotes diesmal ausführlicher als gewohnt geschrieben. Sagt mir mal bitte ob euch das hilft. Wenn ich die Zeit habe würde ich sonst versuchen es beizubehalten.
Moderator: Timon Royer
Themen:
- Think Tank fordert Verkauf von PCs ohne Windows
- USB-2.0-Geräte übers Netzwerk nutzen
- Combots gibt auf und beschließt Neuausrichtung
- Microsoft nennt Preise fürs nächste Mac-Office
- Halo 3 soll die Xbox 360 aus den roten Zahlen hieven
- iPhone-Hacker reagieren auf Apples Warnung
- Adobes Webserver sperrangelweit offen
Was ist Z! - News? Z! - News ist ein persönlicher Kommentar als Audio-Podcast der interessante Technologie-Nachrichten jeden Mittwoch und Freitag zusammenfasst.
Moderator: Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Think Tank fordert Verkauf von PCs ohne Windows
Das Brüsseler Globalisation Institute stellt die Forderung an die Europäische Kommission in Zukunft PCs nur noch entbündelt vom Betriebssystem verkaufen zu dürfen. Dadurch sollen technische Innovationen werden und offene Standards gefördert werden. Das dies durchaus zu einem gesünderen Markt führen kann sieht man am Beispiel der PC-Hardware wo auch durch Standards Interoperabilität erreicht wurde.
USB-2.0-Geräte übers Netzwerk nutzen
Mit der Lantronix UBox 2100 lassen sich zwei USB 2.0 Geräte per Netzwerk ansprechen wie lokale USB-Geräte. Die Geräte lassen sich zwar nach wie vor nur an einem System gleichzeitig nutzen, allerdings bietet es den Vorteil, dass man die Geräte nicht mehr umstecken muss und so z.B. Kameras oder Scanner von mehreren Arbeitsplätzen aus genutzt werden können.
Combots gibt auf und beschließt Neuausrichtung
Durch den Verkauf von web.de mit reichlich Kapital ausgestattet wurde die ComBOTS AG gegründet. Ziel sollte es sein einen Instant Messenger mit Telefoniediensten und sicherem Datentransfer zu verschmelzen. Leider hat das Produkt in den letzten 1,5 Jahren nicht den gewünschten Anklang gefunden. ComBOTS ist bis jetzt ohne bzw. nennenswerte Umsätze geblieben. Deshalb hat das Unternehmen bekanntgegeben seinen kostenlosen Service einzustellen.
Microsoft nennt Preise fürs nächste Mac-Office
Mit starker Verspätung will Microsoft im Januar 2008 endlich seine Office Suite auch für Intel-Macs verfügbar machen. Ob es eventuelle Probleme mit dem im Oktober erscheinenden OS X Leopard geben könnte ist unklar. Adobe jedenfalls hat für seine CS3 Suite bekanntgegeben, dass sie noch nicht völlig mit OS X Leopard getestet ist.
Halo 3 soll die Xbox 360 aus den roten Zahlen hieven
Mit Halo 3 setzt sich Microsofts Erfolgsspiel auf der Xbox 360 fort. Der erste Teil ging 6,4 Millionen mal über die Ladentische und der zweite Teil sogar 8,3 Millionen mal. Schätzungen zufolge wird für den ersten Verkaufsmonat bereits ein Absatz von 4 Millionen Halo 3 Kopien erwartet.
iPhone-Hacker reagieren auf Apples Warnung
Nachdem Steve Jobs bei der Vorstellung des iPhone in Berlin ankündigte gegen die iPhone Hacks vorzugehen gab es Verunsicherung darüber wie aktiv dies geschehen würde. Apples Marketing-Chef Phil Schiller relativierte dies inzwischen mit der Aussage man werde nicht aktiv durch iPhone-Firmware Updates gegen die Hacks vorgehen. Allerdings würde man auch keine Rücksicht auf dadurch entstehende Probleme nehmen. Wer also sein iPhone modifiziert muss auch mit den Konsequenzen leben können. Das iPhone Dev Team reagiert jedenfalls entsprechend und empfiehlt mit dem nächsten iPhone-Firmware Update zu warten bis sie die eigene Entsperrungssoftware angepasst haben.
Adobes Webserver sperrangelweit offen
Auch den großen Firmen passiert es, dass sie Sicherheitsprobleme mit ihren Servern haben. Beunruhigend ist allerdings das der Fehler auf Adobes Webserver sehr leicht auszunutzen ist und sollte der Fehler nicht schleunigst behoben werden eventuell auch wichtige Daten wie Konfigurationsdateien oder Log-Dateien in Gefahr sein könnten.
Länge: 24:14
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zum Thema verkauf von PCs ohne voristalliertes Betriebssystem:
Ich denke das wäre gar nicht so einfach umzusetzen, da viele Benutzer gar nicht in der Lage sind, ein Betriebssystem zu installieren. Wenn das Durchgesetzt wird, sollte es allerdings auch für Macs gelten, da ja dort die Hardware und das Betriebssystem ebenfalls gebündelt sind.
Hi Andreas,
was das “in der Lage sein” angeht, ich denke darauf zielt die Idee ja ab. Die Installation muss grundlegend vereinfacht werden. Beim aktuellen Stand ist es natürlich noch eine Herausforderung, aber der Fortschritt stagniert in dem Bereich ja auch eben weil ja fast immer das OS vorinstalliert ist.
Wenn die großen PC-Hersteller alle ihre Hardwarekomponenten selbst herstellen würden hätten wir vermutlich dort heutzutage auch keine Standards. Proprietäre Hardware bei den großen Herstellern ist noch gar nicht allzu lange her.
Was die Macs angeht, wenn du es ganz grundsätzlich sehen willst, dann stimmt es. Ich denke man muss aber differenzieren, was wäre denn z.B. wenn die Macs noch mit PowerPC-Prozessoren laufen würden? Würde das etwas an deiner Überlegung ändern? Mein PowerMac hat z.B. noch einen G5-Prozessor drin. Auf dem lässt sich rein theoretisch Debian noch installieren, Ubuntu gibt es nicht mehr für PowerPC-Systeme. Richtig produktiv kann ich nur mit OS X arbeiten. OS X lässt sich auch nicht wie die anderen Systeme auf anderen PCs installieren.
Das ist nur ein Beispiel, die reguläre x86 Prozessor-Architektur hat ja ähnliche Probleme, was ist z.B. mit Ultra Mobile PCs (UMPC) oder Tablet PCs? Das sind alles Geräte die exakt auf eine bestimmte Softwareplattform zugeschnitten sind.
Ein anderes Problem niemand will einen Mac ohne OS X. Windows wird ja höchstens aus Kompatibilitätsgründen für Spiele und Spezialsoftware dazugekauft.
Von daher müsste man sich erstmal Gedanken machen wo definiert man die Grenzen. Sollen Server auch eingeschlossen werden, welche Prozessor-Architekturen sollen betroffen sein? Welche Art von Desktop-Systemen soll eingeschlossen werden? Antworten auf solche Fragen werden von dem Ziel bestimmt wie man offene Standards und Innovationen am besten fördern kann.
Ich selbst kann die Frage so einfach auch nicht beantworten, deshalb fand ich den Gedanken aber um so interessanter. Vor allem weil er sehr viel Potential birgt und Innovationen fördert und dadurch mehr offene Standards entstehen auf denen man ein Betriebssystem aufbauen kann. Das würde es auch neuen Betriebssystemen ermöglichen problemlos in den Markt zu kommen und auch die Interoperabilität steigern, da man mehr darauf angewiesen ist mit anderen System gut zusammenarbeiten zu können.
Timon