“The trouble with doing something right the first time is that nobody appreciates how difficult it was” - Walt West
Wer nach 5 Stunden einen Podcast im Kasten hat mit dem man soundtechnisch eher unzufrieden ist sollte sich den obigen Satz vor Augen halten. Manche Lösungen schätzt man erst nachdem man das Problem gesehen hat. Nachdem wir enorme Probleme hatten unseren Podcast überhaupt aufzuzeichnen weil Soundtrack Pro partout nicht aufnehmen wollte haben wir nun endlich überhaupt eine Sendung aufnehmen können.
“Löse das Problem, nicht die Schuldfrage” - Nach einer anschliessenden schlaflosen Nacht und diverser Problemlösungsansätze scheint das Problem für die nächste Sendung behoben zu sein. In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spass mit der Sendung.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Themen:
“The trouble with doing something right the first time is that nobody appreciates how difficult it was” - Walt West
Wenn man nach 5 Stunden einen Podcast im Kasten hat mit dem man soundtechnisch eher unzufrieden ist sollte man sich den obigen Satz vor Augen halten. Manche Lösungen schätzt man erst nachdem man das Problem gesehen hat. Nachdem wir enorme Probleme hatten unseren Podcast überhaupt aufzuzeichnen weil Soundtrack Pro partout nicht aufnehmen wollte haben wir nun endlich überhaupt eine Sendung aufnehmen können.
“Löse das Problem, nicht die Schuldfrage” - Nach einer anschliessenden schlaflosen Nacht und diverser Problemlösungsansätze scheint das Problem für die nächste Sendung behoben zu sein. In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spass mit der Sendung.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Wirklich neu ist es nicht das die GEZ Adressen einkauft, um neue Gebührenzahler zu ermitteln. Das die GEZ dabei allerdings sehr wahllos vorgeht und einfach alle Adressen anschreibt die sie bekommt ist jetzt endlich deutlich nachgewiesen. Der Aktionskünstler Ruppe Koselleck hatte eine Kunstfigur unter dem Namen Billy Baypack bei 5 Firmen auf deren Werbelisten setzen lassen unter anderem bei Payback und Happy Digits. Von daher handelt es sich bei Billy Baypack natürlich nicht um eine zahlungspflichtige Person. Die GEZ hatte Billy Baypack allerdings stumpf ein Anmelde- und Zahlungsformular geschickt. Damit war natürlich recht eindeutig bewiesen, dass die GEZ bei einem der 5 Unternehmen sich die Adressdaten gekauft hat.
Die weiteren Details könnt ihr in einem Artikel bei telepolis nachlesen. Wichtig zu wissen ist einfach, dass die GEZ faktisch sich Adressen aus privaten Datenbanken kauft und ohne sinnvolle Prüfung diese Adressen auf Verdacht anschreibt und hofft einen zahlungspflichtigen Nutzer damit aufgespürt zu haben.
Das die Wikipedia in Tests gut abschneidet wissen wir inzwischen. Das man allerdings nicht jede Information ungeprüft abschreibt sollte für Journalisten eigentlich ein Grundsatz sein. Im konkreten Fall ging es darum, dass die Fußballfrauen für den EM-Sieg 1989 ein Kaffeeservice als Siegprämie erhielten. So weit, so richtig. Nun hatte sich in der Wikipedia allerdings jemand einen Scherz erlaubt und ergänzte die entsprechende Information um die drei Worte “sowie ein Bügelbrett”. Diese “Korrektur” blieb im Wikipedia-Artikel unbemerkt und machte von dort aus ungeprüft ihren Weg in viele bekannte deutsche Medien unter anderem auch in Artikel von Spiegel-Online, Stern.de, der taz und der Welt Online. Selbst in einer Rede von Bundespräsident Horst Köhler findet sich diese Fehlinformation wieder.
Tragische Konsequenzen hat dieser Scherz natürlich keine, zeigt aber deutlich, dass es durchaus sinnvoll ist Informationen aus mindestens zwei unabhängigen Quellen erst als ernstzunehmende Berichterstattung zu werten. Dies ist auch einer der Gründe warum in der Wikipedia darauf Wert gelegt wird für Informationen auch entsprechende Quellen anzugeben.
Wenn man die Webseiten mancher Lokalzeitung anschaut, dann erhält man den Eindruck, dass die Lokalzeitungen das Internet eher als Pflicht denn als Chance verstehen. Von lieblos zusammengestöpselten Webauftritten bis zu veralteten Informationen ist alles zu finden. Dabei bietet sich gerade das Internet für Lokalzeitungen als ideales Medium an. Denn gerade die lokalen Nachrichten werden von den großen Tageszeitungen nicht bedient. Auch Werbung lokaler Unternehmen bietet sich auf diesen Webseiten an. Allerdings benötigt die Lokalzeitung dafür auch einen gut betreuten Internet-Auftritt. Daran hapert es allerdings bei so mancher Zeitung.
Das ein gut besuchter Internet-Auftritt nicht das Budget sprengen muss zeigen die “Ostfriesischen Nachrichten”. Mit einem Budget von gerade einmal 500 EUR im Monat hat der Verleger ein Web-Angebot mit rund 700.000 Klicks monatlich aufgebaut. Ein Ergebnis auf das man durchaus stolz sein kann. Andere Verleger sehen allerdings in den eigenen Webangeboten eher ein lästiges Übel, dass möglichst wenig kosten darf und dem auch sonst keine Beachtung geschenkt wird. Dabei täte es den Zeitungsverlegern durchaus gut sich umzuschauen, wie sie das eigene Angebot auch im Internet gewinnbringend unterbringen. Denn die gedruckte Zeitung ist oft nicht das Wunschmedium für Lokalnachrichten. Die Papierausgabe besitzt keine Suchfunktion und kein Archiv das man schnell durchsuchen kann. Die Informationen liegen dadurch brach, wohingegen sie im Web sogar wieder zusätzliche Besucher generieren könnten.
Ob man von Manipulation oder glattem Betrug spricht ist hier die Frage. Die Rede ist von USB-Sticks die eine größere Kapazität angeben als sie eigentlich besitzen. Ein Stick der eigentlich nur 400 MB speichern kann wird auf der Verpackung mit 1 GB angegeben und auch dem Betriebssystem gegenüber gibt der Stick an 1 GB Daten speichern zu können. Das Problem ist hierbei, dass die Daten durchaus geschrieben werden können und auch im Dateisystem danach auftauchen. Allerdings werden alle Daten die über die beispielhafte 400 MB Grenze hinausgehen einfach ins Leere geschrieben und es wird lediglich der Eintrag im Dateisystem erzeugt, die Daten sind aber nirgendwo gespeichert worden. Deshalb können sie natürlich auch nicht mehr ausgelesen werden.
Solche gefälschten Exemplare tauchten zum Beispiel bei Aldi Suisse, der Supermarktkette Real aber auch in Begrüßungsgeschenken für c't-Abonnenten auf. Die c't bietet ein Prüfprogramm für Windows (H2Testw) an mit dem man seinen USB-Stick auf Funktionstüchtigkeit testen kann.
Richtig nützlich ist die für Januar 2008 angekündigte Version 5 von TrueCrypt. Neuerungen der Version sind unter anderem die erste Mac OS X Version. Die Linux Version soll eine grafische Oberfläche erhalten und für die Windows Nutzer kommt auch eine sehr willkommene Neuerung. Mit der Version 5 von TrueCrypt ist es möglich die Windows System-Partition verschlüsseln zu lassen. Dies geschieht so, dass man sich bereits vor dem Booten von Windows per Passphrase authorisieren muss, um das verschlüsselte System starten zu können. Dies sollte ein höchstmögliches Maß an Sicherheit durch TrueCrypt bieten.
Nachdem wir ja schon einige interessante englischsprachige Quellen für Recherchen und Informationen aufgezeigt haben, gibt es nun endlich auch in deutscher Sprache eine neue offene Informationsquelle. Die SPIEGELnet GmbH und die Bertelsmann-Tochter Wissen Media Group haben ein Joint Venture gegründet und starten im Frühjahr 2008 die gemeinsame Plattform SPIEGEL Wissen.
SPIEGEL Wissen bietet die Inhalte der Druckausgabe des Magazins DER SPIEGEL, von SPIEGEL Online, der Bertelsmann-Lexika und -Wörterbücher. Dies soll um Einträge aus der Wikipedia ergänzt werden. Damit bietet SPIEGEL Wissen ein enorm umfangreiches Recherche-Portal. Erwähnenswert ist auch, dass damit alle SPIEGEL-Artikel seit der Gründung im Jahr 1947 online einsehbar sein werden. Lediglich die aktuelle Ausgabe bleibt kostenpflichtig online abrufbar.
So langsam aber sicher leben wir im Informations-Zeitalter. Die richtige Informationen zur richtigen Zeit, dass ist was heute über Erfolg oder Niederlage entscheidet. Nicht mehr der alleinige Zugang zu Informationen ist entscheidend, wie es früher der Fall war, sondern die Informationen filtern zu können. Wo man früher einfach noch sich “durchwühlen” konnte benötigt man heute strukturierte Informationen und hohe Selbstorganisation, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Dabei spielen natürlich auch Personal Information Manager (PIM) eine Rolle. Was früher noch als Gadget verschrien war ist heute ein wichtiges Werkzeug, um seine Informationen zu filtern und daraus auch neue Handlungsstränge zu generieren. Eine E-Mail ist dabei ein Transportmedium für Informationen. Diese Informationen müssen extrahiert und weiterverarbeitet werden. Dies trifft natürlich auch auf Briefe, Telefonanrufe und Gespräche zu. Alles enthält Informationen und daraus resultierende Handlungsstränge die extrahiert und generiert werden wollen.
Natürlich kann man auf den Klassiker von David Allen “Getting Things Done” hinweisen. Das Buch ist sicherlich ein wunderbarer Startpunkt um sein Leben und die Informationen zu strukturieren. Aber eventuell sollte man es erstmal nur als Grundlagenwissen verstehen und mit kleineren Schritten beginnen. Lifehacker hat dazu einen schönen Artikel auf Englisch geschrieben der einem einfache Anfangstechniken aufzeigt, um seinen Alltag zu strukturieren. Jeder braucht natürlich ein unterschiedliches Maß an Organisation und man sollte hierbei das für einen nötige Maß finden. Aber es ist vorteilhaft sich solche Techniken anzueignen, um auch in komplizierteren Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Auch für den Computer gibt es diverse Programme, die auf den GTD-Prinzipien (Getting Things Done) aufbauen. In diesem Podcast stellen wir euch das noch in der Entwicklung befindliche Chandler vor. Chandler ist eine Software die speziell auf GTD-Techniken abgestimmt ist. Chandler enthält einen E-Mail Client und Terminkalender mit entsprechendem Server, so dass auch eine Zusammenarbeit im Team mit der Software möglich ist. Dabei ist Chandler eben nicht nur eine weitere Outlook-Variante sondern integriert GTD-Abläufe, die einem einen effizienten Umgang mit E-Mails und daraus resultierenden Terminen und Handlungssträngen ermöglichen. Lifehacker hat hierzu einen Artikel mit einer Vorschau auf Chandler geschrieben. Chandler wird für Windows, Linux und Mac OS X verfügbar sein. Weitere Informationen zu Chandler gibt es auch in der Wikipedia.
Wie bereits in den Z!-News berichtet hat Microsoft den Zugang zu der Dokumentation der eigenen Protokolle gewährt. Gegen eine einmalige Gebühr von 10.000 Euro durch eine dafür gegründete Organisation steht die Dokumentation Open-Source-Entwicklern zur Verfügung. Insbesondere profitiert natürlich das Samba-Projekt mit seiner Open-Source-Implementierung eines Druck- und Dateiservers für die Windows-Protokolle.
Für Linux-Nutzer eine Selbstverständlichkeit, für Windows-Nutzer immer noch eine mythische Vorstellung. Das ist die automatische Aktualisierung sämtlicher Programme die im System installiert sind. Während man unter Windows zumeist jedes Programm einzeln starten muss und vielleicht dort eine automatische Update-Funktion findet, so haben Linux-Nutzer dies gleich für das komplette System.
Das Programm Appupdater ist auf dem Weg Windows-Nutzern ähnlichen Komfort zu bieten. Momentan beschränkt sich die Liste die Appupdater auf dem aktuellsten Stand hält auf eine eher noch kleine Liste. Doch viele nützliche Programme sind dort bereits aufgenommen.
Die PC-Welt bietet auf Deutsch eine angepasste Version den so genannten pcwAppUpdater mit einem umfangreicheren Programm-Angebot. Eine entsprechende Anleitung auf Deutsch wird ebenfalls angeboten.
Lifehacker ist eine der Webseiten die eine Unmenge an nützlichen Tipps und Infos herausbringt. Einziges Problem ist das man bei über 14.000 Artikeln schnell die Übersicht verliert und man im passenden Moment nicht mehr den Artikel findet den man sucht. Für die Software-Tipps die Lifehacker im Laufe der Zeit herausgebracht hat, hat Lifehacker deshalb einen Guide geschrieben in dem die Lifehacker Software-Tipps nach Themen zusammengefasst wurden. Die Liste ist natürlich nicht erschöpfend bietet einem aber einen guten Startpunkt, um erstmal eine Software zu finden mit der man arbeiten kann.
Länge: 35:57
Wer sich zu den Sendungen äußern möchte kann dies gerne über unsere
Kommentarfunktion hier auf der Website tun. Wichtig: Eure E-Mail
Adresse wird zu eurem Schutz bei den Kommentaren nicht eingeblendet!
Außerdem könnt ihr uns auch gerne eine E-Mail an dialogATz-podPUNKTde schicken.
Hallo,
zu dieser GEZ-Geschichte.
Ich finde die Aktion klasse.
Ist das eigentlich Betrug nach § 263 Strafgesetzbuch ?
(vielleicht kann Matthias dazu etwas genaueres sage, was man kann).
Ich weiß zwar, das ich mich nennen kann wie ich will (außer vor Behörden), aber durch das Ausfüllen von Gewinnspielen o.ä. erlange ich doch einen rechtswidrigen Vermögensvorteil; oder das “Vermögen eines anderen (GEZ) dadurch beschädigt”.
Auch das tragen eines Doktortitels gehört dazu.
Gruß
Martin
er hat sich ja nicht billy baypack genannt, sondern einfach nur diese person erfunden.
wenn sich hier einer strafbar macht, dann wohl die adressverkäufer.
interessant wäre es jetzt noch rauszukriegen, welche der 5 firmen verkauft hat. dürfte nicht schwer sein.
Ich finde es gut, das Microsoft jetzt die Spezifikationen für Samba freigegeben hat.
Ja. Das ist auf jeden Fall grossartig. Es waren aber nicht nur die Samba-Spezifikationen, sondern alle Server-Protokolle von MS. Da wartet also noch so einiges auf uns. Wobei das in der Gesamtheit schon deutlich komplexer zu implementieren sein wird, als SMB alleine gesehen.
“... kann ich im Grunde komplett auf den Windows Server vernich... - äh, verzichten...”
Sehr gut! :D
Gratulation zur hundertsten Folge!
Jupp, danke dir!
Leider ist die Samba-Implementation in Linux (bei mir Ubuntu) im Moment noch deutlich langsamer als unter Windows. Wer sich also, wie ich, eine Netzwerkfestplatte unter Linux zulegt, sollte darauf achten, dass das Ding NFS beherrscht. Wäre schön wenn sich da durch die Offenlegung was tut.
P.S. Hättet Euer Jubiläum ruhig selber mal erwähnen können, da kann man doch stolz drauf sein.
Nun ja, dafür sind wir dann doch wohl zu bescheiden gewesen. :) Stolz sind wir allerdings darauf. Ist echt keine Kleinigkeit so konstant eine Sendung abzuliefern.
Ich bin da echt gespannt drauf. Weil eine gute Implementation würde das Samba-Projekt und die Nutzung in Linux und OS X noch wesentlich beliebter machen und so manches Problem aus der Welt schaffen.
Ich denk die werden allerdings erstmal einige Zeit beschäftigt sein die Dokumentation zu studieren. Die wird sicherlich sehr umfangreich sein.