Diese Sendung haben wir uns direkt so gut unterhalten, dass wir jetzt zwei Sendungen draus machen. Also: nächste Sendung schon am 18.8.08. Jetzt erstmal viel Spass mit Teil 1.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Themen:
Diese Sendung haben wir uns direkt so gut unterhalten, dass wir jetzt zwei Sendungen draus machen. Also: nächste Sendung schon am 18.8.08. Jetzt erstmal viel Spass mit Teil 1.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
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Neue Regelungen verunsichern USA-Reisende
Das US-amerikanische Heimatschutzministerium hat zwei neue Regelungen verabschiedet, nach denen Geräte wie Laptops, Flash-Speicher und MP3-Player bei der Einreise auf unbestimmte Zeit einbehalten werden können. Das Besondere: dies kann ohne einen Anfangsverdacht erfolgen! Die Maßnahme soll routinemäßig durchgeführt werden und als wirksammer Schutz gegen Terrorismus, Kriminalität und Urheberrechtsverletzungen dienen. Ein Bundesgericht hat die neuen Regelungen als rechtmäßig erklärt, d.h. sie werden bestehen bleiben, so lange die Gesetzeslage sich nicht ändert.
Nach bisherigen Regelungen war es den Behörden bereits gestattet, sich den Inhalt sich den Inhalt von digitalen Speichermedien anzuschauen, zu kopieren und notfalls nötige Passwörter einzufordern. Dieser Zustand war schon untragbar. Die neuen Regelungen veranlassen jedoch dazu, sich grundlegend neue Gedanken machen zu müssen, was man bei der Einreise beachten sollte. Muss man jetzt bspw. Kaufbelege für sämtliche Musikstücke auf dem MP3-Player vorweisen?
Der oben verlinkte cnet-Artikel empfiehlt Vollverschlüsselung für die persönlichen Daten. Davon können wir nur abraten, denn dies produziert nur zusätzlichen Ärger mit den lokalen Behörden und wird die Einreiseprozedur ziemlich sicher verlängern. Stattdessen sollte man bei der Einreise entweder gänzlich auf die Mitnahme von elektronischen Datenspeichern verzichten, oder nur blanke Geräte mitnehmen, die keine Daten enthalten. Diese kann man dann vor Ort über eine VPN-Verbindung aufspielen.
Neue Werbekampagne für Vista
Vista hat ein schlechtes Image. Das weiss auch Microsoft. Es sei langsam und unbedienbar - so zumindest die Testberichte seit dem Erscheinen des neuesten Betriebssystems aus Redmond. Ob die Kritik angenommen und im noch in der Entwicklung befindlichen Windows 7 angegangen wird, weiss niemand. Bis dahin gilt es jedoch Vista unter die Leute zu bringen.
Eine neue Kampagne soll nun zeigen, dass es sich bei der schlechten Meinung von Vista ausschliesslich um Vorurteile handelt. Das Mojave Experiment zeigt einer Testgruppe von 120 Personen ein vermeintlich neues Windows Mojave. Nach der geführten Präsentation der Features sind die Testpersonen - wie soll es anders sein - begeistert. Und nach der Enthüllung, dass es sich tatsächlich um Vista handelt, sind sie natürlich überrascht. Die Message: Windows Vista - doch nicht so schlecht wie alle denken. Ob das gutes Marketing ist?
Speichermethode zur effizienteren Nutzung von Solarenergie
Das Thema Speicherung von Energie ist ein Dauerbrenner und es gibt viele Ansätze. Offensichtlich ist die Nutzung von Batterien. Man kann jedoch auch Gase komprimieren und später die bei der Dekompression frei werdende Energie nutzen. Eine andere Möglichkeit ist die Umwandlung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Ersteren kann man später zur Energiegewinnung einfach verbrennen. Das MIT stellte vor Kurzem ein neues Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff vor.
Leider habe ich (Matthias) bei der Aufzeichnung der Sendung die von MIT vorgestellte Technik falsch verstanden. Ich nahm an, dass es um einen Katalysator geht, der ohne Umwege Wasser in seine Bestandteile trennt. Tatsächlich setzt das MIT aber auf herkömmliche Elektrolyse, welche jedoch statt Platin günstigere und effizientere Katalysatoren einsetzt. Dazu muss man wissen, dass bei der Elektrolyse grundsätzlich mehr Energie aufgewendet werden muss, um den Wasserstoff zu erhalten, als man später mit dem Wasserstoff erzeugen kann. Diese Verlustkurve ist mit dem neuen Katalysator des MIT nun flacher. Als Entschädigung für die leicht unvollständige Berichterstattung bringen wir in Episode 124 ein Interview mit einem Chemiker, der uns das Ganze mal genauer erklärt.
Durch den geringeren Verlust bei der Elektrolyse eignet sich das neue Verfahren nun, um z.B. überschüssige Energie von Sonnenkollektoren zu speichern. Tagsüber scheint die Sonne und es wird Wasserstoff erzeugt, der bei Dunkelheit in der hauseigenen Brennstoffzelle wiederum Strom erzeugen kann.
Ein neues Delicious
Der wohl beliebteste Bookmarking-Dienst Delicious ist in neuem Gewand erschienen. Ja - Delicious! Nicht etwa del.icio.us. Denn darin besteht die erste Neuerung, die Domain lautet jetzt delicious.com. Die Technik im Hintergrund wurde komplett überarbeitet, so dass der Dienst jetzt besser mit vielen Nutzern klarkommt und die Daten konsistenter angezeigt werden. Ansonsten wurden Design, Navigation und Suche komplett neu gestaltet. Das neue Delicious kommt immer noch angenehm schlicht daher und wirkt trotzdem modern. Gute Arbeit Yahoo!
Länge: 30:19
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Erster !
Hat sich gelohnt auf zu bleiben.
Danke für die Nachtarbeit.
Martin
Bitte schön. Gut zu wissen, dass sich die Mühe lohnt. :-)
Tolle “Sendung”. Konnte doch nicht schlafen.
Schlimm was die USA da machen. Man kann es nachvollziehen, aber was soll so etwas ? Eventuell wollen die USA nur die Laptopverkäufe bei sich ankurbeln.
Die reißen einem noch den Herzschrittmacher raus, weil man da ja ein paar kb Geheimdaten speichern könnte.
Vista hat bestimmt tolle Funktionen, aber mein XP läuft, also was soll ich damit, wenn viele ältere Hardware(z.B.Scanner) nicht laufen. Windows ME war auch so eine Zwischenversion, so wie VISTA jetzt.
Was mich am meisten Stört sind die vielen Versionen von Vista, da zahlt man viel Geld, um festzustellen, dass der Rechner doch zu langsam für die Überflüssigen Spielereien ist und keiner der Bekannten hat die gleiche Version.
Auf einem Rechner läuft schon Ubuntu, was sehr geil ist. Ich bekomme da leider meinen TV-USB-Stick nicht zum laufen, sonst hätte ich es schon zu meinem Hauptbetriebssystem gemacht.
Gruß Martin
Moin! Ja das mit den USA ist schon heftig. Ich sehe da zwei Moeglichkeiten: a) sie sind wirklich so naiv, dass sie glauben sie koennten so Terroristen enttarnen oder b) Wirtschaftsspionage. Waere ja nicht das erste mal, dass die US-Behoerden fuer die eigene Wirtschaft spionieren (s. Zeit Dossier: Verrat unter Freunden).
Was Vista angeht: Mit ME kann man es nicht ganz vergleichen, weil ME wirklich nur ein beschnittenes 98SE mit leicht neuen Farben war. Bei Vista hat sich unter der Haube eine Menge getan und man kann es auf jeden Fall als Neuentwicklung ansehen, auch wenn sie ihren alten Muell immer noch mitschleppen. MS hat sich damit auf jeden Fall ins Knie geschossen. Ich kenne viele Firmen, fuer die der Sprung zu Linux deswegen erfolgt ist, weil sie mit einem guenstigen Hardwaredeal kein XP bekommen konnten.
Danke nochmal für die mühe die ihr euch macht. Der Podcast ist einer der meist erwateten bei mir.
Aber die Arbeit mit dem teilen könnt ihr euch von mir aus sparen ;-)Bits und so, Chaosradio Express und Z (die reihung hat nichts mit der beliebtheit zu tun) könnte ich auch 5 stunden am stück zuhören, da hört man dass die macher wirklich ahnung haben und mit lust an der sache arbeiten.
Gruß Rainer
Hi Rainer,
vielen Dank für dein Lob.
Das mit dem teilen der Sendung spart uns Arbeit. Die Sendung ist roh 1:14h lang gewesen und mir spart es Zeit und Energie wenn ich das nicht alles auf einmal schneiden muss. Für das Schneiden einer Sendung bei 35-45 Minuten können durchaus 3-4h vergehen.
Von daher hatten wir uns in der Sendung entschieden, die anderen Themen auch noch anzusprechen, da wir uns ja schon darauf vorbereitet hatten, aber um uns nicht übermässig zu belasten die Arbeit auf 2 Wochen aufzuteilen. Dadurch haben wir dann zumindest gegenüber einer regulären Sendung für den nächsten Teil die Vorbesprechung eingespart, die auch 1-2h dauert.
Nicht zu vergessen, dass Matthias auch nicht so umfangreiche Shownotes auf einmal schreiben muss.
Danke für den neuen Podcast.
Durch seine vielfältigen Themen ist er eine sehr geschätzte Abwechselung nur MAC Einöde.
Eure Vistabeurteilung kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen.
Ich verstehe nicht was man bei Vista im Vergleich zu XP neu lernen muß. Könnte ihr vielleicht ein paar Beispiele nennen. Ich nutze Vista gelegentlich und habe es auf dem neuen Bürorechner (Internet, Office, Bildbearbeitung) meiner Eltern installiert, die mit der Umstellung von XP auf Vista (nach 10 min Einführung) seit einem Jahr überhaupt keine Probleme haben.
Allgemein gilt für Windows, auf neue Betriebssysteme steigt man mit dem Kauf eines entsprechenden neuen Rechners um.
Never change a running system.
Wenn man sich das ursprüngliche XP und das heutige XP anschaut, dann hätte Apple die entsprechenden Updates in zwei neue Versionen von OS X verpackt und sich teuer bezahlen lassen.
Für einen XP Pro Rechner gibt es noch jahrelange Support. Auf aktueller Hardware läuft Vista inzwischen sehr gut, Treiber wurden nachgereicht und auch die Spieleperformance ist inzwischen genauso gut bzw. besser als unter XP.
Ebenso ist auf aktuellen Laptops bei entsprechendem Treibersupport durch die Hersteller die Akkulaufzeit unter Vista besser als unter XP.
http://think-wiki.org/index.php?title=VistaversusXP
Hi Michael,
also was unsere Berichterstattung angeht beziehen wir uns in erster Linie auf das was die Presse im allgemeinen häufig zu Vista geäußert hat. Gerade die Mojave-Kampagne wurde exakt wegen dem Problem gestartet, dass Vista keine positive Resonanz gefunden hat und Vista ein Imageproblem hat. Von daher ging es in unserer Diskussion gar nicht so sehr um unsere persönliche Meinung.
Wenn du allerdings wissen willst wie ich dazu stehe. Ich habe jetzt mehrmals bei Bekannten mich mit Vista herumschlagen müssen und hab inzwischen genug Zeit damit verbracht, um sagen zu können, dass Vista einfach kein Schritt nach vorne ist was die Bedienbarkeit angeht.
Konkreter Punkt ist z.B. die Netzwerkeinrichtung und Verwaltung, dass ist so verkompliziert worden, dass ich erstmal nachlesen musste welchen Klickpfad ich nehmen muss, um die gewünschten Einstellungen für die Netzwerkgeräte zu finden. Früher war das ein Mausklick mit rechts in den Systemtray auf die Eigenschaften und dann noch einer und schon konnte ich alle Einstellungen vornehmen.
Zweiter Punkt ist für mich der Arbeitsplatz bzw. die Dateiverwaltung, die Orientierung wo nun die persönlichen Dokumente sind und die Laufwerke ist deutlich unübersichtlicher geworden als es in XP der Fall war.
Dritter Punkt, die Leute aus meinem Bekanntenkreis die inzwischen Vista mit einem neuen Gerät bekommen haben sind alle am klagen, dass sie sich nicht mehr so gut zurechtfinden und teils recht verwirrt sind.
Mir ist keine gelungene Marketingkampagne von Microsoft in Erinnerung.
“was die Presse im allgemeinen häufig zu Vista geäußert hat” hört man überall, deshalb finde ich aktuelle persönliche Eindrücke viel interessanter.
Am Anfang war ich auch sehr negativ eingestellt, aber inzwischen sind viele der anfänglichen Klagen nicht mehr gerechtfertigt.
Ich kenne zufriedene Benutzer von 64bit Vista auf aktueller Hardware. :)
Netzwerkeinrichtung und Verwaltung ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.
Zur Dateiverwaltung nutze ich schon immer den Totalcommander. ;)
Positiv finde ich das neue Startmenü und die Suche, mit der man auch Einstellungsmöglichkeiten bei Bedarf schnell finden kann.
Die Konfigurationsmöglichkeiten für die Stromparzuoptionen sind deutlich besser geworden.
Die Optionen beim Anschluß von externen Displays an Notebooks sind mir positiv aufgefallen.
Die verbesserte Sicherheit gerade für unbedarfte PC Nutzer finde ich auch sehr positiv.
Hi Michael,
freut mich, dass es tatsächlich positives zu Vista zu sagen gibt. Als OS X Nutzer hatte ich allerdings viele dieser Vorteile schon seit 2005. :-)
Ist jedenfalls gut zu wissen, dass Windows Nutzer inzwischen auch einige dieser Vorteile geniessen können.
Ich fand die Kampagne damals fuer Win95 ganz cool. Aber wohl auch nur wegen David Bowie ;-)
Bei meinen zwei Hauptkritikpunkten an Vista bleibe ich:
Performance: Klar.. wenn ich massiv Geld in neue Hardware stecke, laufen die Spiele fluessig. Aber wozu? Fuer die paar Desktopeffekte, die unter Linux auf nem 800Mhz Rechner mit ner Geforce2 bei mir fluessig liefen?
Benutzbarkeit: Vista IST komplizierter zu bedienen geworden. Noch mehr verschachtelte Menus, noch laengere Klickpfade. Klar finde ich mich nach einer Weile damit zurecht, aber von einem neuem System erwarte ich was Usability angeht eine Verbesserung und keine Verschlechterung.
Diese zwei Punkte lassen die positiven Seiten an Vista deutlich in den Hintergrund treten.
Kurzes Beispiel aus der Praxis: Inner Firma gabs neue Rechner fuer die Buchhaltung. Die eingesetzte Software hat bei der Installation erstmal ueber zu wenig RAM gemeckert (2GB.. bei XP reichten 500MB). Und was ist.. die Software laeuft unter Vista langsamer als unter XP.. auf deutlich besserer Hardware. Am Ende hab ich die XP Lizenz der ausgemusterten Rechner aufgespielt und jetzt ist auf einmal alles unglaublich flott.