Es hat nun drei Wochen gedauert, aber hier sind wir endlich mit einer neuen Folge. Und nächste Woche geht es direkt weiter. Wenn die Moderatoren krank sind, lautet die erste Devise nun mal “Gesund werden!”. Also drückt Timon die Daumen, dass er schnell durch ist während ihr hoffentlich viel Spass mit der neuen Folge habt.
Moderatoren: Matthias Niess und Timon Royer
Die Sendung zum herunterladen:
Themen:
Der Large Hadron Collider in Genf ging an den Start
Der Large Hadron Collider (LHC) ist ein ringförmiger Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Er wurde unter großem öffentlichen Interesse im September 2008 in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten begannen bereits 1999. Volle Leistung wird aufgrund von Problemen wohl erst nächstes Jahr erreicht werden.
Im LHC werden Photonen und Bleiionen auf nahezu Lichgeschwindigkeit beschleunigt, um dann zur Kollision gebracht zu werden. Die Experimente sollen grundlegende neue physikalische Erkenntisse bringen. Zur besseren Erläuterung empfehlen wir die ZDF-Doku “Das größte Experiment der Welt: CERN” und eine Animation zum Aufbau direkt auf den Seiten des CERN.
Ebenfalls in die Medien gelangten kritische Stimmen, die befürchten, dass das Experiment das Ende des Planeten bedeuten könnte. Konkret gehen sie davon aus, dass schwarze Löcher entstehen, die immer größer werden und unseren Planeten dann zerstören. Tatsächlich entstehen winzige schwarze Löcher, die aber so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Ein Prozess der in unserer Athmosphaere durch die Strahlung der Sonne permanent stattfindet. Einer der deutschen Kritiker ist Professor Otto Rössler (Interview, Doku), er ist allerdings Chaostheoretiker. Bisher gibt es keine anerkannten Physiker, die seine Bedenken teilen.
Hausdurchsuchung beim Pressesprecher der Piratenpartei
In Episode 118 berichteten wir davon, dass in Bayern Trojaner eingesetzt werden oder werden sollen, die es ermöglichen verschlüsselte Skype-Telefonate abzuhören. In einem Briefwechsel zwischen Justizministerium und Staatsanwaltschaft ging es darum, zu klären welche Behörde die Kosten für solche Maßnahmen zu tragen hat. Entsprechend sind die Kosten in dem Schreiben detailliert aufgeführt und damit auch die Funktionen des Trojaners.
Die Echtheit des Schreibens wurde bisher weder bestätigt, noch dementiert. Ein deutliches Indiz für seine Echtheit ist nun, dass es beim Pressesprecher der Piratenpartei eine Hausdurchsuchung gegeben hat. Der Partei wurde das Schreiben ursprünglich durch einen Informanten zugespielt. Die Durchsuchung wurde durchgeführt, um an die Identität dieses Informanten zu gelangen. Für Empörung sollte dieser Fall aus zwei Gründen sorgen: Zum einen bestätigen die bayerischen Behörden, dass sie solche Trojaner einsetzen oder den Einsatz planen, zum anderen hat das Bundesverfassungsgericht erst kürzlich den Einsatz solcher Software verboten.
Swype - die Revolution der Texteingabe?
Wir alle kennen T9. Die Texteingabemethode für Mobiltelefone, die es erlaubt, auf numerischen Tastaturen möglichst schnell Text eingeben zu können. Um den immer häufiger genutzten Touchscreen-Tastaturen gerecht zu werden, hat der Erfinder der schon T9 entwickelt hat nun ein neues Eingabekonzept vorgestellt. Auf der eingeblendeten Onscreen-Tastatur werden die “Tasten” nicht mehr einzeln angetippt. Man bewegt den Finger/Stylus einfach von Taste zu Taste ohne abzusetzen. Mehr als 50 Wörter pro Minute sollen so erreicht werden können.
Ein völlig anderes Konzept verfolgt übrigens Dasher (das Programm dessen Namen mir in der Sendung entfallen war). Es wurde ursprünglich für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit entwickelt, würde sich aber auch hervorragend zur Texteingabe auf Smartphones eignen. Auf der Seite gibt es eine Animation, welche die Funktionsweise erklärt und eine Javaversion für den Browser, um es selbst auszutesten. Die Software gibt es natürlich auch für eine Reihe mobiler Geräte und für den eigenen PC.
Datenschutz in den USA
Wärend in Deutschland ein Datenschutzskandal den anderen jagt, steht es um die Daten von US-Amerikanern noch schlechter. Dort sind die Daten der Bürger öffentlich über das Internet zugänglich. Unter criminalsearches.com läßt sich beispielsweise recherchieren, was einzelne Bürger so verbrochen haben, ob nun einfache Verkehrsdelikte oder Raub. Die Detailfülle ist sehr bedenklich, zumal zum Teil sogar Sozialversicherungsnummern gelistet werden. Einen Überblick über andere Datenbanken und was man damit anstellen kann gibt Spiegel Online.
Spore: Ärger mit dem Kopierschutz
Spore sollte DAS neue Spiel werden. Der Entwickler Will Wright zeichnete bereits für Klassiker wie Sim City und The Sims verantwortlich. Von einem solchen Genie erwarten Enthusiasten einfach eine neue Perle. Nun ist Spore da, und was soll man sagen, es ist eine Enttäuschung. Los geht es beim Kopierschutz. Ähnlich wie bei Windows muss das Spiel erst über das Internet aktiviert werden. Die Software von SecuROM, welche diese Aktivierung sicherstellt wird ohne Einwillig des Nutzers im Hintergrund installiert und nach der Deinstallation des Spiels auch nicht wieder entfernt. Der Hauptkritikpunkt am von EA eingesetzten DRM dürfte aber sein, dass das Spiel sobald EA die Aktivierungsserver abschaltet nicht mehr spielbar ist. Also das gleiche Problem, wie mit DRM-geschützer Musik, nur neu aufgelegt für Spiele.
SquirrelFish Extreme - wie sieht die Zukunft von Javascript aus?
Es ist nunmal so, dass viele der heutigen Internetseiten (im Gegensatz zu früher) nicht mehr nur Internetseiten sind, sondern auch Anwendungen. Um dem Benutzer auch das Gefühl zu geben, er befinde sich in einer Anwendung, wird massiv Javascript eingesetzt. Zum Beispiel zum Nachladen von Daten vom Server, ohne die Seite neu zu laden. Da Javascript bisher von den Browserherstellern eher stiefmütterlich behandelt wurde, sind solche Seiten ohne die nötige Rechenpower auch entsprechend langsam. Es ist also an der Zeit, dass Javascript in den Browsern vernünftig von einem JIT-Compiler in Bytecode übersetzt wird, um die Ausführungsgeschwindigkeit zu optimieren. Dies war die Motivation hinter Googles V8.
Nachdem Google Chrome mit seiner ultraschnellen Javascript-Engine V8 rauskam, wurde fast übersehen, dass andere auch an dem Problem arbeiten. TraceMonkey - die Engine im neuen Firefox (3.1) schlägt V8 in den Benchmarks. Nun kommen auch die Webkit-Browser (ausser Chrome) in den Genuss einer neuen Engine. SquirrelFish Extreme heisst sie und ist wiederum schneller als alle anderen. Der Trend ist auf jeden Fall deutlich: Javascript wird immer wichtiger und von den Browserherstellern auch so gewertet. Wenn mit HTML5 Browser auch noch von Haus aus qualitativ hochwertige Videos abspielen können, dürften die Tage von Plugins wie Adobe Flash evtl. gezählt sein.
Länge: 45:54
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Hallo Ihr 2,
ich finde es immer wieder sehr erfreulich, dass ich gern Datenschutz Themen aufnimmt. So auch in dieser Sendung. Geradezu skandalös fand ich zeitgleich Eure Werbung. Nicht das Ihr Werbung macht, dass ist ok - aber von wem. Das Thema Datenschutz wird also quasi präsentiert von Happy Digit? Dachte zuerst an einen schlechten Scherz. Wer kommt das nächste mal? Schober?
Also nichts für ungut, aber unpassender konnte die Webrung kaum sein.
Schöner Film zum thema “wo sind überal so meine Daten”.
http://video.google.de/videosearch?q=Erich+Sch%C3%BCtz&emb=0&aq=-1&oq=#q=wo%20sind%20meine%20daten&emb=0
Da gehts u.a. auch um Happy Digit.
Ich muss sagen, dass ich die Diskussion über das Thema Werbung inzwischen als leidig empfinde. Keiner muss in irgendeiner Weise für unseren Podcast bezahlen oder sonst etwas tun was ihn finanziell belasten würde.
Die Werbung ist deutlich als solche gekennzeichnet und wird getrennt vom Podcast präsentiert. Wir sind auch in unseren Inhalten an keinen Werbepartner gebunden und können uns deshalb frei äußern. Wenn keiner für den Podcast bezahlen muss und wir unsere persönliche Zeit investieren, denke ich nicht das es angebracht den moralischen Zeigefinger zu erheben wenn man sich eine Werbung von Happy Digits anhören muss ohne persönliche Konsequenzen dadurch zu haben.
Wenn du ein anderes tragfähiges Geschäftsmodell aufzeigen kannst mit dem wir uns finanzieren können und zumindest uns mal neues Equipment kaufen können wäre ich sehr dankbar. Diesen Podcast zu produzieren kostet einiges an Geld (Schnittsoftware, Hosting, Audio-Equipment, Computer) und auch ein erhebliches Maß unserer Zeit, dass ich zusätzlich als Selbstständiger investiere und deshalb meine Arbeitszeit ist die ich in diesen Podcast stecke.
Im übrigen fände ich es nur anständig wenn du wenigstens bereit wärst eine funktionierende E-Mail Adresse in deinem Kommentar zu hinterlegen, damit wir intern wenigstens wissen wer du bist und wir dir direkt antworten können.
Ich bin gerne bereit direkt über solche Themen zu reden aber gerade bei solchen Themen anonym etwas zu posten empfinde ich als unangebracht.
Ich weiß die meisten unserer Hörer denken anders und sind auch bereit mit einer funktionierenden E-Mail Adresse zu posten, so dass wir im Gespräch bleiben können. Das ist eine Sache die ich immer sehr schätze, denn schließlich nehmen wir uns auch die Zeit jeden Kommentar zu lesen und persönlich zu beantworten.
Moin,
ich will mich zu dem Thema auch nochmal aeussern:
Wir machen diesen Podcast natuerlich nicht, um damit Geld zu verdienen. Es entstehen uns beiden aber Kosten. Wenn wir die durch eine kurze gegkennzeichnete Werbeeinblendung am Anfang der Sendung decken koennen und sogar noch was ueberbleibt, um z.B. mal einen externen Audiorecorder zu kaufen, damit man auch unterwegs aufzeichnen kann, dann ist damit wohl allen eher gedient als geschadet.
Podcasts sind als Werbemedium in Deutschland nicht etabliert, entspr. findet man auch kaum Werbepartner. Wir haben ueber unseren Partner natuerlich die Moeglichkeit zu waehlen welche Werbung im Podcast landet und welche nicht. Da es nun aber monatelang garkeinen Partner gab, haben wir uns entschieden die Happy Digits Werbung zu nehmen. Auch wenn es beim Thema Datenschutz eher unguenstig ist.
Da wir das Thema haeufig behandeln und auch Probleme mit solchen Bonussystemen besprochen haben, gehen wir davon aus, dass unsere Hoerer aufgeklaert sind.
Hi Ihr 2,
das wir uns nicht mißverstehen - ich habe vollestes Verständnis dafür, dass Ihr Euren Podacst mit Werbung versieht. Ich hätte auch null Problem damit, wenn ihr 3 Spots am Anfang schaltet.
Allein der Kontrast zwischen der Thematik Datenschutz der Sendung auf der einen, und dann einer Werbung für Bonusprogramme auf der anderen Seite finde ich total unangebracht.
Mehr wollte ich damit nicht zum Ausdruck bringen.
Euer Datenschützer.